Auf die Ohren

…gibt es Freitag abend im Movie. Als Lokalpatrioten mit ausgezeichnetem Musikgeschmack bleibt uns nichts anderes über, als auf die CD-Release-Party der vier Jungs von One Way Ticket hinzuweisen. Alle Freunde von Gitarrenmusik sind herzlich dazu eingeladen, sich das Ganze für nur einen lächerlichen Euro anzuschauen. Als Vorgruppe geben sich TheOnyx die Ehre. Nach dem Konzert wird dann zum bekannten Freitag-Abend-Movie-Programm mit den Bands gefeiert. Reingelassen werdet ihr ab 19 Uhr, los gehts dann um 19:30. Wir sehen uns Freitag.

Revue, passiert, Part IV

Aufenthalte im Ausland fördern zuweilen unsere ureigensten Bedürfnisse und Angewohnheiten. Zum Beispiel das Bedürfnis uns mitzuteilen. Wir wollen den Menschen anderer ethnischer Herkunft mitteilen, dass wir keine Sonnenbrille von Ookley oder Guuci kaufen möchten, auch wenn sie nur 45€ kosten. Artverwandte Spezies, welche mit Uhren von Fosil oder Rollex um sich werfen erfordern übrigens ein besonderes Maß an Mitteilungen… Was wir aber ganz besonders mitteilen wollen, ist unser nächster Getränkewunsch an der Hotelbar oder der Hotelpoolbar. Die Tatsache, dass nun wirklich nicht jeder Spanier mit der deutschen Sprache etwas anfangen kann, und auch wir nicht zwangweise nur spanisch verstehen, hat eine interessante sprachliche Evolution zur Folge: Poolspanisch. Sind die Becher einmal geleert, geht kein Weg dran vorbei. Man stammelt ein unsicheres "dos serwessas eh con sevenup porfarbor" in Richtung Barpersonal in der Hoffnung, zwei Alster zu bekommen. In 90% der Fälle ging dies übrigens glatt, zu meinem Erstaunen. Und jetzt versucht Ihr mal zu fragen, ob die Schweineschnitzel beim Buffet gleich wieder aufgefüllt werden...

Ich bin Jacks fies verknotete Zunge…

Revue, passiert, Part III

Globalisierung ist eine feine Sache (für die meisten Menschen). Schon lange vorbei sind die Zeiten, in denen wir zu wilden Wechselkursen beutelweise Peseten aus der Bank schleppten (oder woher auch immer) um den daheimgebliebenen einen, vermeintlich günstigen, "Canal 5" Flakon mitzubringen. Heute kann man einfach mit seinem gesparten Geld in den Flieger steigen und die Euronen direkt auf den Kopf hauen. Man darf seine Lieben auch nur noch mit einer Stange Kippen töten. All dies wird unter anderem durch Globalisierung ermöglicht. An der Platja de Palma sprechen gefühlte 85% der Menschen deutsch, aber das sind entweder Touristen oder Deutsche die dort arbeiten. Das hat einen klitzekleinen Nachteil … Man wird stetig auf deutsch zugesülzt. Ein Ding der Unmöglichkeit ist es, abends ungestört an der Promenade entlangzugehen, um schlußendlich doch wieder im selben Laden zu landen. Denn spätestens nach 20 Minuten Fußweg hat man keine Lust mehr, sich den in Überzahl befindlichen "Club-Promotern" zu wehren, die einen in Ihr Etablissement locken wollen. Dass man auch nicht in Ruhe gelassen wird, wenn man schon deutlich den Weg Richtung Theke eingeschlagen hat, soll an dieser Stelle unerwähnt bleiben.

Ich bin Jacks bis aufs äußerste gereizte Geduld…

Revue, passiert, Part II

Man sollte sich der Tatsache nicht verschließen, dass Sonnencreme auch am ersten Tag keine schlechte Idee ist. Selbst wenn oder grade weil man aus dem Bermudadreieck für Sonnenschein stammt, sollte man seiner Haut ein gewisses Maß an Schutz bieten. “Geringe” Mengen an ethanolhaltigen Getränken, die seichte Meerbrise, die noch recht “kühlen” Temperaturen, und der herzhafte Sprung in den Hotelpool täuschten nur allzuleicht über die drohende Gefahr hinweg.
Die abendliche Behandlung mit After-Sun-Lotion war dann nur noch der Tropfen auf den heißen Stein die glühende Haut. Dank geliehender Sonnenbrille stand einem sexy Panzerknackerlook nichts mehr im Wege.

Ich bin Jacks hinterhältig grinsender Sonnenbrand…

Revue, passiert, Part I

Es gibt so’n paar Dinge die sind in Hotels eh nicht da…” In unserem Fall war es eigentlich alles außer Betten und ‘nem Bad. Naja, war ja “nur” ein drei Sternebunker. Aber egal, wir waren ja nicht da, um im Hotelzimmer zu versauern, schließlich waren wir auf einer schönen Insel mit toller Landschaft, netten Eingeborenen, und faszinierender alter Architektur. Tatsächlich beschränkte sich unser Kulturprogramm auf den Shuttleservice vom Flughafen zum Hotel. Durch enge und verwinkelte Straßen, vorbei an Touristenpferchen wurden wir mit Wahnsinnigergeschwindigkeit zu unserem All-In-Vergnügen gekarrt. Jeder Bielefelder Busfahrer hätte sich ob dieser Kursführung mehrfach in die Hose gemacht. Auf Mallorca muss man sich zweimal überlegen, wo man parkt.

Ich bin Jacks begrabener Sinn für Kultur..