Aufenthalte im Ausland fördern zuweilen unsere ureigensten Bedürfnisse und Angewohnheiten. Zum Beispiel das Bedürfnis uns mitzuteilen. Wir wollen den Menschen anderer ethnischer Herkunft mitteilen, dass wir keine Sonnenbrille von Ookley oder Guuci kaufen möchten, auch wenn sie nur 45€ kosten. Artverwandte Spezies, welche mit Uhren von Fosil oder Rollex um sich werfen erfordern übrigens ein besonderes Maß an Mitteilungen… Was wir aber ganz besonders mitteilen wollen, ist unser nächster Getränkewunsch an der Hotelbar oder der Hotelpoolbar. Die Tatsache, dass nun wirklich nicht jeder Spanier mit der deutschen Sprache etwas anfangen kann, und auch wir nicht zwangweise nur spanisch verstehen, hat eine interessante sprachliche Evolution zur Folge: Poolspanisch. Sind die Becher einmal geleert, geht kein Weg dran vorbei. Man stammelt ein unsicheres "dos serwessas eh con sevenup porfarbor" in Richtung Barpersonal in der Hoffnung, zwei Alster zu bekommen. In 90% der Fälle ging dies übrigens glatt, zu meinem Erstaunen. Und jetzt versucht Ihr mal zu fragen, ob die Schweineschnitzel beim Buffet gleich wieder aufgefüllt werden...
Ich bin Jacks fies verknotete Zunge…