Sport ist Mord?
Ich denke nicht. Wäre Sport wirklich Mord, wären sicher 75% von uns schon lange tot oder im Gefängnis, oder beides. Tatsache jedoch ist: Sport ist gefährlich! Und ich hatte nun einmal wieder das Vergnügen, dies am eigenen Leib zu erfahren. Aber fangen wir Vorne an.
Samstag hieß es für unsere Mannschaft, auf nach Lenzinghausen, Handball spielen (wer es findet darf an der bereits bekannten Stelle nach Keksen betteln) Anwurf war um 19:30Uhr. Klasse Uhrzeit übrigens.
So ungefär gegen 19:48Uhr humpelte ich dann vom Spielfeld, nachdem aus irgendeinem unerfindlichen Grund die Idee von mir Besitz ergriff, doch mal ausnahmsweise anders zu landen, als gesund wäre. Blöde Idee. Bei der Gelegenheit muss ich auch noch kurz erwähnen, wie ich es hasse, nur Zuschauer zu sein. In der Konsequenz wurde auch noch das Spiel trotz unglaublicher kämpferischer Leistung unglücklich mit einem Tor verloren. Klasse Abend.
Und so machten wir uns auf ins Krankenhaus. Nach dem üblichen Untersuchungskram und dem Röntgen diagnostizierte der Assistenzarzt(?) einen Bruch am Sprungbeim und eine eventuelle Anomalie am Fersenbein. Lange Rede kurzer Sinn: Er hatte keine Ahnung und musste seinen Chef fragen. Am nächsten Morgen. Sonntags…
Also dann am Sonntag mitten in der Nacht um zehn Uhr wieder zurück ins Krankenhaus, mittlerweile schon mit Unterarmgehhilfen bewaffnet. Cheffe wusste auch nicht viel mehr, nur dass “es ja noch glimpflich ausgegangen ist” und ich weder OP noch Gips bräuchte. Ich hab mir ja auch Mühe gegeben.
Und so schickte er mich Montag Morgen zum Stamm Orthopäden. Endlich mal nen Facharzt. Ach ja, so sieht das dann in etwa aus:

Unvernünftigerweise bin ich dann halt mit dem Auto zum Doc. Ohne jeglichen Termin eine wunderbare Sache mal wieder mein Buch weiter zu lesen. Wird auch Zeit, dass ich das mal beende. Wie auch immer. Nach grob 80 Seiten unkonzentrierten Lesens und mehreren Röntgenbildern mehr, herrschte nun weitere Gewissheit: Es ist doch kein Bruch, nur eine fiese Prellung eines Knochenfragments am Sprungbein. Diese Fragmente können auftreten, sind aber nicht weiter schlimm, wenn man sie in Ruhe lässt.

Donnerstag wieder hin zum Verbandwechsel. Wie lange das nun dauert und wie lange ich keinen Sport machen darf, hab ich irgendwie verpasst, zumindest hat mein Orthopäde nichts dazu gesagt. Die Krankenhausvögel meinten zwar etwas von 6 Wochen Regeneration und 2-3 Monaten kein Sport, aber das glaube ich nicht ganz. Und wenn doch, dann haben die aber die Rechnung ohne meine Unvernunft gemacht!
Update 02.11.2006:
Mit Krücken per ÖPNV quer durch die Stadt bei Nässe und Kälte, nur zu empfehlen, muss man einfach mal gemacht. Drei Stunden unterwegs, nur um den Tapeverband zu wechseln. Aber machen wir mal bei den Guten Nachrichten weiter: Ich hab mein Buch nun beenden können, das nächste ist schon bestellt und könnte heute oder morgen eintreffen. Ach ja, mein Fuß. Dienstag wieder hin, dann kommt der Verband ab und ich bekomme eine Bandage. Juhu…Das Ganze wird sich wohl noch so drei Wochen hinziehen, je nachdem wie alles verheilt. Oh, und der Fuß leuchtet nun in den meisten Farben des Regenbogens, sieht echt lustig aus. Auf nen Foto hab ich verzichtet…
Update 07.11.2006
So, ist der blöde Verband endlich mal weg. Wieder ohne (Plastik)Tüte (am Fuß) duschen ist schon was feines. Hab nun eine Bandage verschrieben bekommen, soll diese drei Wochen tragen. Ich hoffe, ich kann am Wochenende wieder spielen. Den Arzt habe ich mit der Frage nach Sport nicht weiter behelligt, der schien mir sehr beschäftigt zu sein. Er meinte auch irgendwas von festem Schuhwerk tragen usw. da musste ich gleich an meine Hallenschuhe denken. Sind ja Schuhe. Und fest. Sport hätte er mir aber sicher erstmal nicht empfohlen, aber was ich nicht weiß…
Update…:
Öhm, läuft wieder…noch nicht gut, aber was tut das schon?!
Case closed!