so lautete das Motto beim gestrigen Bielefelder Bierathlon. 10 Teams à 2 Personen haben jeweils eine Kiste (Misch-)Bier auf dem Weg um den Obersee zu leeren. Wer zuerst mit einer leeren Kiste durchs Ziel kommt, hat gewonnen. Ein Wettbewerb wie geschaffen für die beeed:blogger. So haben sich zumindest zwei von uns nebst einer eisgekühlten Kiste Veltins gestern Nachmittag auf den Weg ins schöne Schildesche gemacht. Neben uns haben sich nur drei weitere Teams getraut, "echtes" Bier mitzubringen, die restlichen Teilnehmer entschieden sich für die Light-Variante mit Mischbier.
Gegen 15:30 Uhr war es dann Zeit für den Startschuss. Das erste Kaltgetränk gleich am Start (dem Parkplatz an der Talbrückenstraße) geleert, und los ging die fröhliche Runde. Sämtliche bereitgelegte Taktik wurde über Bord geworfen – wir wollten saufen und gewinnen. Natürlich gestaltete sich dies schwieriger als anfangs gedacht. Die ersten 3 Biere hatten wir zwar bereits kurz hinter dem Stauwerk hinter uns – doch ab dann musste hauptsächlich Platz für mehr geschaffen werden. So rannten 20 erwachsende Menschen rülpsenderweise durch die Grünanlagen – für Nichteingeweihte muss das Ganze stark an eine Horde Wasserbüffel erinnert haben.
Natürlich war der Spaziergang um den See nur schmückendes Beiwerk, so dass wir uns großzügig mehrere Rauch- / Pinkel- / Handwechselpausen gönnen durften, ohne großartig in Zeitnot zu geraten. Nach ca. einer halben Stunde hatten wir den Weg auch schon hinter uns gebracht, und ließen uns (zusammen mit den direkten Konkurrenten) kurz vorm Ziel auf einer Bank nieder, um die verbleibenden 5 Flaschen Pils (pro Person) gemütlich zu vernichten.
Hier kam die Sonne ins Spiel. Und der Alkohol. Wer schonmal bei relativ hohen Temperaturen relativ schnell relativ viel Bier getrunken hat, kennt das: Hinter irgendeiner Ecke wartet ein ganz kleines Männchen mit einem riiiiesigen Hammer. Und der Treffer saß. So kam es, dass wir für 5 Bierchen doppelt so lange brauchten, wie für die 7 Bier vorher. Machte aber nix, immer mehr Teams stießen zu uns, gemeinsam wurden Kästen geleert, es wurde geraucht und viel erzählt. So kam es auch, dass wir unbemerkterweise von einem bis dahin unbeachteten "Nur-Bier"-Team überholt, und so vernichtend geschlagen wurden. Das gemeine an der Sache: Die beiden Jungs der Siegermannschaft haben alle Tricks ausgenutzt, um den Sieg davontragen zu können. Naja, sie haben unterwegs mehrmals zwischengekotzt. Wir restlichen Teilnehmer waren uns schnell einig, dass das weit unter unserem Niveau liegt. Und so haben wir uns für das letzte Bier noch mehr Zeit gelassen, als ohnehin schon erforderlich gewesen wäre. Zu guter Letzt sind wir dann Hand in Hand mit der Konkurrenz gemeinsam durch Ziel – und wurden disqualifiziert! Habe ich aber erst heute Morgen erfahren. Ist mir auch egal. Irgendwann war der Wettbewerbsgedanke ohnehin dem "voll sein ist alles" gewichen.
Alles in Allem eine sehr schöne Veranstaltung, wir hatten jede Menge Spaß und haben viele nette Leute kennengelernt. Ein großes Lob und vielen Dank an die Ausrichter und die anderen Teilnehmer. Ich denke mal ich kann jetzt schon sagen, dass wir im nächsten Jahr wieder dabei sind – dann vielleicht sogar mit zwei Teams. Und bereits im Frühjahr wird mit dem Training begonnen, damit wir die Runde in unter einer Stunde schaffen. Natürlich ohne zu kotzen.
(Und wenn mich morgen irgendwer fragt was ich am Wochenende gemacht habe: Ich hab im Bett gelegen. Und ihr wisst auch von nix! Psssst!)